Battalion 1944




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Battalion 1944

Beitragvon Jimi » 03.02.2016, 23:18

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Battalion 1944

Als die Entwickler von Bulkhead Interactive gestern angekündigt hatten, dass sie mit Battalion 1944 endlich wieder einen Shooter abliefern wollen, der sich dem Zweiten Weltkrieg widmet, überschlugen sich die Reaktionen. Endlich wieder ein historisches Setting! Endlich wieder wieder weg von den futuristischen Action-Paketen, die in den letzten Jahren den Markt bestimmt haben. Offenbar besteht eine große Sehnsucht nach einer echten Kriegsthematik und der Zweite Weltkrieg wurde zuletzt gern ignoriert.

Schnee von gestern

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie übersättigt wir alle waren. Immer wieder ging es auf die großen Schlachtfelder, die wir schon hunderte Male erlebt hatten. Schon wieder ging es gegen stumpfe Nazis und die Normandie kannten wir sowieso schon auswendig. Als Call of Duty 4: Modern Warfare dann endlich in der Moderne ankam, belebte das den gesamten Shooter-Markt. Die Leistung der Konsolen und der Rechner wuchs immer stärker und wir wollten mehr Bombast, mehr technischen Fortschritt und letztlich auch den Cyborg-Soldaten, der im Exo-Skelett mit der Laserwaffe hantiert.

Der zweite Weltkrieg war altbacken, durchgekaut und emotional packen konnten uns selbst Nacherzählungen schrecklichster Erlebnisse nicht mehr. Aber seitdem hat sich viel geändert, denn anstatt das historische Setting in den Hintergrund rückten, verschwanden sie nahezu ganz. Plötzlich schien die Zukunft zum typischen Einheitsbrei zu verkommen. Call of Duty: Advanced Warfare und Titanfall verloren letztlich jeden Bezug zur Realität und ergaben sich düsteren SciFi-Fantasien. Natürlich geht es heute immer um Jetpacks, hypermoderne Waffen und technologische Ergänzungen, die jeden Kämpfer noch tödlicher machen.


Vom Supersoldaten zum Soldaten

Die Konzepte schießen sich immer mehr auf reine Multiplayer-Gefechte ein und Singleplayer-Kampagnen verkommen zur generischen Klischee-Parade von den bärbeißigen Helden hinter den feindlichen Linien. Ein Spiel wie Battalion 1944 wirkt heute wieder frisch und unverbraucht. Plötzlich kehrt die Bedrohung zurück, die wir mit früheren Shootern verbunden haben. Die hektischen Chaos-Gefechte der Zukunft werden wieder entschleunigt und wir bewegen uns langsam durch feindliches Gebiet, erkunden die Umgebung und müssen hoffen, dass wir in keinen Hinterhalt geraten.

Mit einer Rückkehr zum zweiten Weltkrieg könnte es Battalion 1944 schaffen, die Spieler wieder tiefer in den Bann zu ziehen. Die Zeit ist reif für einen neuen Story-Shooter, der eine persönliche Geschichte erzählt und uns nicht gegen gesichtslose Antagonisten in den Kampf ziehen lässt. Was früher austauschbar wirkte, ist nun plötzlich näher als je zuvor und wir sind stärker involviert. Wir vermissen die Bedeutung von Schlachten, die schockierende Wirklichkeit, die wir in Weltkriegs-Shootern erleben können.

Ein Weltkriegs-Shooter macht noch keinen Sommer

Durch die Unreal Engine 4 können die Entwickler zudem dafür sorgen, dass unsere Kameraden lebendiger wirken als wir es noch aus den früheren Weltkriegs-Shootern kennen. Wir sehen in die Augen von Männern, die keine kampflüsternen Berufssoldaten sind, sondern wir sehen Familienväter, die verängstigt und weit von der Heimat entfernt um ihr Überleben kämpfen. Vielleicht schafft es Battalion 1944 ja sogar, auf die Ereignisse im Größenformat von der Schlacht um Stalingrad oder der Landung in der Normandie zu verzichten.

Denn der momentane Wunsch und die Vorfreude auf einen Shooter, der im zweiten Weltkrieg spielt, liegt in der Übersättigung überladener Szenarien begründet. Wir wollen nicht mehr, dass es ständig und überall knallt, sondern wir wollen stille Intensität. Von jetzt auf gleich, kann das Chaos ausbrechen und wir warten auf diesen Moment. Wie Batallion 1944 letztlich an das Thema herangehen wird, muss sich noch zeigen.
Wie reagieren wir, wenn unser Kollege auf der Straße verblutet?

Aber die Tatsache, dass ein relativ unbekannter Entwickler mit einer Kickstarter-Kampagne derart Wirbel machen kann, dürfte uns zeigen, dass es auch für die großen Reihen wieder zurück zu mehr Realismus gehen sollte. Wie fühlt es sich an, einen Kameraden zu verlieren, der beim Einmarsch in ein kleines Dorf für einen Moment unvorsichtig war? Treffen wir dort auch auf verängstigte Zivilisten? Eine Rückkehr zum Weltkriegs-Shooter könnte dem Kampf wieder etwas mehr Bedeutung verleihen und nicht das Dominieren in den Mittelpunkt stellen, sondern das bloße Überleben.
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